Schon wieder zwei Spiele in den Beinen
Gestern durfte ich endlich wieder mit meinem Team in die Meisterschaft eingreifen. Wir sind nach Biel gereist. Biel lag knapp vor uns in der Tabelle und ist eine ziemlich starke Mannschaft. Das würde keine leichte Rückkehr werden nach 3 Wochen Pause seit dem letzten Spiel und 2 Wochen Trainingspause. Aber ich fühlte mich rasch wohl und durfte wieder als Center auflaufen mit meinen beiden Flügeln Leon und Moreno. Hinten haben Colin und Giordan abgesichert. Ich spiele gerne in dieser Zusammensetzung, weil ich das Gefühl habe, dass wir uns gut verstehen. Das Spiel lief eigentlich nicht schlecht. Wir hatten aber Pech im Abschluss und trafen oft nur den Pfosten. Die Bieler waren effizienter und machten die Tore. Auch unser Block wurde einmal erwischt. Aber da wäre mehr drin gewesen und wir hätten die Partie auch gewinnen können. So hiess es aber am Schluss 4:2 für den EHC Biel. Das ärgert mich dann schon. Vor allem auch, weil der Abstand auf Platz 4 in der Tabelle angewachsen ist. Und wir möchten in die Playoffs.
Zeit zum Grübeln hatte ich aber kaum. Nach der langen Rückreise hiess es zu Hause auspacken, essen und dann früh ins Bett. Denn heute Morgen ging es schon früh wieder los. Ich musste um 6 Uhr wieder aufstehen. Morgenessen und Ausrüstung wieder packen. Um 7:15 war Besammlung in Frauenfeld. Ich durfte mit der U15-Top-Mannschaft der Young Lions auf Punktejagd gehen. In der Tabelle ist das Team in den unteren Regionen zu finden und wir möchten nicht absteigen. Es musste ein Sieg her. Obwohl ich die meisten Spieler mittlerweile auch schon länger kenne, spielen wir eigentlich nie zusammen und auch gemeinsame Trainings sind selten. Ich finde das nicht so einfach, die Lauf- und Passwege der anderen einzuschätzen, wie scharf darf ich den Pass spielen, wann gehen sie wechseln, wie sieht die Taktik aus. Von aussen, also der Tribüne sieht das immer so einfach aus, aber es sind eben die kleinen Dinge, die stimmen müssen. Einmal hat mir mein Teamkollege zugerufen, ja, hinter dir. Ich habe den Pass zurückgespielt und genau auf die Schaufel des Gegners. Da sieht man dann alt aus und der Coach hat mir auf der Bank auch gleich eine dementsprechende Rückmeldung gegeben. Aber sowas passiert eben, und der Kollege hat sich dann auch entschuldigt, er hätte die Situation falsch eingeschätzt. Der Depp war natürlich ich. Zum Glück haben wir kein Tor kassiert. Es war aber auch ein Weckruf, denn wir kassierten zuerst ein Gegentor und wurden von den Uzwilern, die nur mit zweieinhalb Blöcken angetreten sind, recht unter Druck gesetzt. Sie hatten ein paar grosse Jungs im Teams, und die setzten auch den Körper ein. Nicht immer korrekt und so gab es viele Strafen. Wir kämpfen aber und kamen auch zu unseren Chancen. So gelang es uns, das Spiel zu drehen. Auch ich durfte mich in die Torschützen einreihen, als ich mich auch einmal aktive in die Offensive eingeschaltet habe. Danach gelang mir noch ein Assist, eigentlich hätte ich noch einen Assist erhalten, aber den haben die Schiris wohl nicht gesehen. Kein Problem, denn die beiden hatten wirklich viel zu tun mit den hitzigen Uzwilern. Ich bin froh, haben wir die Nerven behalten und uns nicht provozieren lassen. So wurden wir mit Punkten belohnt. «Kämpfe und siege», singen wir jeweils in der Gütti beim HC Thurgau. Das war auch heute angesagt.